Joachim Kruse

 

Die Fotografie begleitet mich seit meiner frühen Kindheit, deren Anfänge ich in Vaters Dunkelkammer mit der Entwicklung von schwarzweiß Portraits erlebte. Meine erste eigene Kamera, eine Olympus OM1, erwarb ich im Jahr 1978 und sie begleitete mich viel Jahre lang auf meinen Fototouren. Robust überstand die analoge Technik meine Entdeckungsreisen mit dem Interrail Ticket quer durch Südeuropa, oder bei der Alpenüberquerung von Basel zum Lago Maggiore. Schon damals begeisterte mich im Besonderen die Himmelsfotografie, wobei ich den Sternenhimmel mit einem lichtstarken Zuiko f1.2 Objektiv auf Kodak Ektar Filme bannte.
Nach vielen Irrungen und Wirrungen, die ich zu Beginn der Digitalisierung bei den Kameras erlebte, habe ich mich nun mit einer handlichen Nikon D5300 als ständigen Begleiter, neben meinem treuen Berner Sennenhund Vince, angefreundet.
Heute sehe ich die Kamera als ein darstellendes Mittel, um meine Eindrücke, die mir in meiner alltäglichen Wahrnehmung begegnen, festzuhalten. Manchmal ist es eine besondere Stimmung am Abendhimmel, manchmal die Detailverliebtheit eines Insekts auf einer Blüte. Meist jedoch sind es Begegnungen von Weite, Licht und Raum, die sich im Kontrast zur Dunkelheit und Beengtheit befinden. Letztendlich ist es die Fotografie und deren digitale Bildbearbeitung, die ich als Stilmittel nutze, um meine Wahrnehmung zu visualisieren. Vieles davon teile ich auf diversen Foren in den Sozialen Medien, manches behalte ich für mich und einiges bringe ich auf das zu bedruckende Papier oder die Leinwand.